Auswirkungen verschmutzten Hydrauliköls auf Zylinder, ISO-4406-Reinheitsstandard und Filtrationsmethoden.
Ölqualität und Ausfälle
Etwa 80 % der Ausfälle in industriellen Hydrauliksystemen gehen auf verschmutztes oder abgebautes Hydrauliköl zurück. Partikelverunreinigung verursacht Kratzer auf Kolbenflächen, Verstopfungen in Ventilen und verkürzte Dichtungslebensdauer.
Hydrauliköl sollte regelmäßig hinsichtlich Viskosität, Säurezahl (TAN), Wassergehalt und Partikelzahl analysiert werden.
ISO-4406-Reinheitsstandard
Der ISO-4406-Standard klassifiziert die Partikelverunreinigung in Hydrauliköl numerisch. In industriellen Hydrauliksystemen sollte eine Reinheitsklasse von 18/16/13 oder besser angestrebt werden.
Selbst neues Öl kann beim Befüllen aus dem Tankwagen verunreinigt werden; daher ist Filtration vor dem Befüllen erforderlich. Off-Line-Filtrationseinheiten sind eine effektive Methode, um die Ölreinigung während des Betriebs aufrechtzuerhalten.
Filtrationsanwendungen
Druck-, Rücklauf- und Saugleitungsfilter sollten in regelmäßigen Abständen gewechselt werden. Verstopfungsanzeigen müssen überwacht werden, damit Filter nicht in den Bypass-Zustand wechseln.
Bei der Zylinderwartung sollte das Systemöl kontrolliert und bei Bedarf ein vollständiger Ölwechsel und Tankreinigung durchgeführt werden.